Fracking

Das Logo der Initiative gegen Gasbohren.

Die Angst geht um in Deutschland. Der Grund dafür sind Videos aus dem Internet, die zeigen, dass es in verschiedensten Bundesstaaten der USA, besonders in Texas, möglich ist, das Trinkwasser zu entzünden.

Die Ursache ist eine besondere Fördermethode zur Gewinnung von Gas aus bestimmten Gesteinsschichten, das sogenannte Fracking (Hydraulic Fracturing). Diese Methode ist sehr umstritten.

Was ist Fracking?

Es werden unter einem hohen Druck Millionen von Litern Wasser, Sand und hochgiftige Chemikalien in den Boden gepresst. Dieses Gemisch sprengt die Gesteinsschichten auf und es bilden sich Risse. Gleichzeitig sorgen die Chemikalien dafür, dass diese offen bleiben und das Gas durch eine Rohrleitung gefördert werden kann.

Wenn diese Rohrleitungen z.B. undicht sind, kann das kontaminierte Wasser unser Grund- und Trinkwasser verseuchen. Ein gewisser Anteil der hochgiftigen Stoffe verbleibt im Boden und kann, so wie in den USA dazu führen, dass Trinkwasser entzündet werden kann. Zusätzlich kommen Luftverschmutzung, die Möglichkeit von Erdbeben und Bergschäden, die ungeklärte Abfallentsorgung, sowie eine stark zunehmende Industrialisierung von Landschaften hinzu.

In Deutschland sind die Claims bereits abgesteckt. Firmen wie „ExxonMobil Deutschland“ und die RWE Tochter „DEA“ erheben einen Anspruch darauf, dort mit dieser umstrittenen Methode nach Erdgas zu suchen. Der Dokumentarfilm „Gasland“ von Josh Fox zeigt sehr deutlich auf, wie rücksichtslos diese Unternehmen mit unserer Natur verfahren.

Wer sich nach diesem kurzen Abriss tiefer in die Thematik einarbeiten möchte, kann das unter folgenden Link tun:

www.gegen-gasbohren.de

Bild © gegen-gasbohren.de – Text © Thaddäus Bielefeld

Update

Uns ist vor Kurzem ein Video angetragen worden, dass sich in hervorragend animierter und sehr gut kommentierter Weise mit dem Thema Fracking auseinandersetzt. Die Initiatoren haben uns gegenüber verlauten lassen, bewusst kein Bashing-Video gemacht zu haben, damit eine neutrale Auseinandersetzung mit dem Thema möglich ist. Zwischen den Zeilen wurde die kritische Haltung zu dieser Methode der Energiegewinnung aber deutlich. Überzeugt euch selbst:

Wir bedanken uns dafür, dass wir dieses Video auf unserer Webseite zeigen dürfen.

Einleitungstext © Robert Rutkowski

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Helft uns!

    Bei uns im schönen Dithmarschen / Schleswig-Holstein soll eine Probebohrung fürs spätere Fracking inmitten eines Naturschutzgebietes (Ostrohe) erfolgen. Wie kann so etwas passieren? Die Parteien Grüne und Piratenpartei kämpfen vergebens gegen die Öllobby aus Kannada (PRDEnergy) und ihrer korrupten Gefolgschaft (Anwälte). Abgesehen vom restlichen Deutschland, hat es Schleswig-Holstein versäumt eine Bürgerinitiative zu gründen, so dass die PRDEnergy dieses Versäumnis nun ausnutzen wird, um in Norddt. mit dem gefährlichen Fracking zu starten. Sollten die Bohrungen positive verlaufen, werden die anderen Gebieten, wie z.B. NRW und Niedersachsen angegangen, da das überaltete Bundesbergbaurecht das Thema Fracking zuläßt.

    Wir brauchen in Dithmarschen Hilfe. Wer weiß, wie wir was und wo anzustellen haben?

    Vielen Dank im Voraus.

    • Moin Herr Schmidt,
      leider habe ich erst heute diesen Hilferuf von Ihnen gelesen. Natürlich gibt es Bürgerinitiativen gegen Fracking in SH. Unsere BI hat eine Regionalgruppe in Heide. Leider ist unsere Homepage seit einem halben Jahr im Umbau und somit nicht aktuell. Aktuelle News entnehmen Sie bitte unserer offenen facebook-Seite: https://www.facebook.com/pages/Kein-CO2-Endlager/175897405789374
      Probebohrungen stehen übrigens noch nicht an, dafür muss erst ein Betriebsplan erstellt werden.
      Ich freu mich über eine Antwort
      Beste Grüße von Karin Petersen

  2. Hallo, ich bin jetzt nicht so wirklich im Thema drin, aber auf der Seite der IG (gegen Gasbohren) findet sich was relativ aktuelles zu Schleswig-Holstein (Link). Eine Vernetzung ist immer sinnvoll und naja, wenn keiner den Hut aufhaben möchte eine BI zu gründen, selber machen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass die IG dabei Unterstützung anbietet.

    http://www.gegen-gasbohren.de/2013/10/03/bergbaulizenzen-erste-unterlagen-in-s-h-befreit/

    Ich hoffe ich konnte wenig ein bisschen helfen. Nicht aufgeben.

    LG Robert

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.