NABU bittet Landwirte um Beachtung von Feldrain-Grenzen 

Feldrain-Grenze

Anlässlich der in den nächsten Wochen anstehenden Feldarbeiten appeliert der Kreisverband des Naturschutzbundes NABU-Borken an alle Landwirte, die Grenzen zu Wegeseitenräumen und Feldrainen unbedingt zu beachten. Besonders auch bei der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern wie Gülle und Pflanzenschutzmitteln.

Durch das leider immer noch weitverbreitete Umpflügen oder Todspritzen dieser wichtigen Lebensräume für mehrjährige Wildpflanzen und Tiere gehe der Landwirtschaft viel Sympatie in der heimischen Bevölkerung verloren – gerade angesichtsimmer größerer Ackerschläge. Das Einhalten der katastermäßigen Schlaggrenzen sei deshalb auch eine Ivestition in die notwendige gesellschaftliche Akzeptanz für die Landwirtschaft – zudem eine recht kostengünstige,fatal, wenn Schutz und Rückbau von Wegeseitenräumen, die zumeist den Kommunen oder dem Kreis gehörten, immer öfter erst durch Beschlüsse von Gemeinderäten ordnungsrechtlich durchgesetzt werden müssten.

Der NABU wendet sich auch gegen eine übertriebene Panikmache von einigen sogenannten Pflanzenschutzberatern die unter der Überschrift ,,Feldhygiene“ alljährlich angebliche Bedrohungen der Ackerfluren durch Rostpilze, Trespen oder Zikaden propagierten, die angeblich aus den Wegeseitenräumen stammten und in die Felder schwappen würden. Diese im Kern agrarindustrielle ,,Feldhygiene-Ideologie“ dränge manche Ackerbauern geradezu zum unnützen und perspektivlosen Versuch, jegliche Natur in der Nähe ihrer Felder als ,,Feindgebiet“ zu betrachten und zu beseitigen.

Schöppinger-Berg 05.10.2015 008

Schöppinger-Berg

Der NABU erinnere daran, dass zum bäuerlichen Wirtschaften auch der Erhalt von Landschaft, Heimat und Natur gehöre und dass Randstrukturen an den Feldern auch großen Nutzen hinsichtlich Erosionsvermeidung und Nützlings-Habitaten bringen könnten. Von daher sei es auch sehr zu begrüßen, wenn in den Kommunen immer mehr Bürger, Naturschützer und Landwirte zusammenarbeiten würden. Angesichts der katastrophalen Zustände in den Oberflächengewässern die jetzt überall im gesamten Kreisgebiet festgestellt werden, hat die Landwirtschaft hier die Möglichkeit mal wieder etwas positives zur  Imagepflege zu unternehmen.

Herbert Moritz
Zuständig im Nordkreis Borken für den NABU – Bereiche: Gewässerschutz – Jagdwesen – Agrarwesen

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Sehr geehrte Damen und Herren!
    Ich habe mit meiner Schulklasse den Auftrag, ein Projekt über den Feldrain zu gestalten. Dafür benötige ich einen Experten. Wen könnten Sie mir empfehlen? Wir sind an der Gerhart-Hauptmann Grundschule in 15537 Grünheide(Mark).
    Mit freundlichen Grüßen
    J. Wagner

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